Unternehmen beklagen Mangel an Auszubildenden

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Deutsche Unternehmen haben zunehmend Probleme, geeignete Bewerber für die von ihnen angebotenen Lehrstellen zu finden. Das immer stärker werdende Klagen bezieht sich einerseits auf die geringe Zahl an Bewerbern, andererseits aber auch auf den geringen Bildungsgrad vieler Auszubildender. Mittlerweile sind nicht nur kleinere Betriebe, sondern auch die ehemals als Ausbildungsbetriebe sehr beliebten, großen Unternehmen von dieser Entwicklung betroffen.

Die Ergebnisse der Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer

Die oben beschriebene Sachlage spiegelt sich auch in einer von der Deutschen Industrie- und Handelskammer durchgeführten Umfrage wieder. So blieben 2013 alleine im IHK-Bereich 80.000 der angebotenen Lehrstellen unbesetzt. Insgesamt gelang es 29 Prozent der Unternehmen nicht, ihre Lehrstellen voll zu besetzen. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg von sieben Prozent. Zudem bemängeln Unternehmen zunehmend den schlechten Bildungsstand vieler Auszubildender. Neben gravierenden Schwächen in Rechtschreibung und Mathematik weisen viele Auszubildende auch ein mangelhaftes Sozialverhalten und eine geringe Leistungsbereitschaft auf.

Immer weniger Schulabgänger

Der Mangel an Bewerbern für Ausbildungsplätze basiert in erheblichem Maße auf den Auswirkungen des demographischen Wandels. So war die Zahl der Schulabgänger 2013 um 53.000 geringer als im Vorjahr. Eine Besserung ist in dieser Hinsicht kaum zu erwarten. Es wird prognostiziert, dass in den kommenden Jahren die Zahl der Schulabgänger noch einmal deutlich sinken wird. Im Jahre 2025 wird es voraussichtlich 120.000 Schulabgänger weniger als 2014 geben.

Studium statt Ausbildung

Die sinkende Zahl an Auszubildenden ist auch dadurch begründet, dass immer mehr junge Menschen einem Studium den Vorzug vor einer betrieblichen Ausbildung geben. Alleine im Jahre 2013 begannen 507.000 Erstsemester ein Studium an einer deutschen Hochschule. Innerhalb der letzten zehn Jahre ist die Zahl der Studienbeginner um ein Drittel gestiegen. Hauptgrund für diese Entscheidung ist die mit einem Studium verbundene Hoffnung auf bessere Karrierechancen. Zudem sehen viele Schulabgänger eine betriebliche Ausbildung mittlerweile als minderwertig an und entscheiden sich auch aus Prestigegründen für ein Studium.

Reaktionen der Unternehmen

Trotz der zunehmenden Schwierigkeiten ihre Lehrstellen ausreichend zu besetzen, haben die meisten Betriebe ihr Angebote an Ausbildungsplätzen bisher stabil gehalten. Um qualifizierte Bewerber anzulocken, versuchen viele Betriebe ihre Ausbildung attraktiver zu gestalten. Dies geschieht beispielsweise durch kombinierte Aus- und Weiterbildungsangebote, Möglichkeiten für Auslandsaufenthalte und angebotene Zusatzqualifikationen. Viele Unternehmen sind zudem dazu übergegangen, den Rückgang an Auszubildenden durch Praktikanten zu kompensieren.

Drohender Fachkräftemangel

Arbeitsmarktexperten wie DIHK-Präsident Eric Schweizer warnen eindringlich vor der zunehmenden "Akademisierung der Gesellschaft". Da es immer weniger dual ausgebildete Arbeitskräfte gibt, wird diese Entwicklung in den kommenden Jahren einen schwerwiegenden Fachkräftemangel hervorrufen. Auf der anderen Seite befürchtet Schweizer steigende Arbeitslosenzahlen bei Akademikern.

Attraktive Studiengänge

Das ein Studium bei jungen Leuten zunehmend beliebter wird, basiert auch auf zahlreichen attraktiven Angeboten der Hochschulen und von Studentenkrediten bzw Bildungskrediten. Durch die kompakt gehaltenen Bachelor- und Masterstudiengänge lässt sich ein Studium anders als in früheren Jahren innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums bewältigen. Viele Hochschulen haben sich auf die gewachsene Zahl an Studenten eingestellt und bieten gut durchdachte, auf die individuelle Bedürfnisse der Studenten zugeschnittene Studiengänge an.

Die IUBH School of Business and Management

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Angesichts einer immer globaler werdenden Wirtschaft erfreuen sich insbesondere Studiengänge mit internationaler Ausrichtung einer großen Beliebtheit. Derartige Studiengänge werden beispielsweise von der IUBH School of Business and Management an den Studienstandorten Bad Honnef und Bad Reichenhall angeboten. Ziel der Hochschule ist es, Führungskräfte im internationalen Dienstleistungsmanagement auszubilden.

Besser werdende Bedingungen für Studenten

Die Politik ist darum bemüht, zunehmend bessere Rahmenbedingungen für ein Studium zu schaffen. Deutlich wird dies auch durch die kürzlich getroffene Entscheidung, den Bafögsatz ab 2016 um sieben Prozent zu erhöhen. Nach Aussage von Bildungsministerin Johanna Wanka soll diese Entscheidung eine Verbesserung der Lebens- und Ausbildungssituation der auf Bafög angewiesenen Studenten bewirken.



Bildquelle: © IUBH School of Business and Management (iubh.de/de/)
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