Wie wichtig ist Online-Marketing-Kenntnisse für Bewerber heute sind

Wie wichtig ist Online-Marketing-Kenntnisse für Bewerber heute sind


Die Anforderungen an einen ganz gewöhnlichen Büroangestellten haben sich in den vergangenen Jahren mächtig gewandelt - und die Änderungen schreiten voran. Denn genügte früher das in der Ausbildung oder eventuell im Studium erworbene Wissen, um die ersten großen Schritte zu machen, sehen sich Berufseinsteiger und Berufserfahrene heute mit ganz anderen Aufgaben konfrontiert. Mit einem Mal muss die Sachbearbeiterin eine Werbekampagne ausarbeiten, der frisch übernommene Azubi soll herausfinden, warum niemand die Unternehmensseite auf Facebook beachtet und zwischen der Auftragsbearbeitung und der Kundenberatung wird überlegt, welche Marketingoptionen man hat, um im Rang in der Suchmaschine zu steigen und mehr Kunden in den Onlineshop zu locken. Vermutlich ist jeder, der nicht in der hauseigenen Mahnabteilung beschäftigt ist, auch mit dem Online-Marketing eines Unternehmens beschäftigt. Für Bewerber ist das natürlich eine arge Herausforderung - und eine Chance, sich gegenüber den Mitbewerbern durchzusetzen. Aber was bedeutet das überhaupt? Dieser Beitrag sieht sich die Thematik einmal an.

Warum ist die Suchmaschinenoptimierung heute so wichtig?

Das Internet ist so gewaltig, dass selbst interessante und tolle Inhalte mühelos in der Masse untergehen und niemals gefunden werden. Für ein Unternehmen ist dies freilich ein Fiasko. Damit das nicht geschieht, müssen eine Webseite, ein Onlineshop, aber auch Blogs oder Einträge auf anderen Seiten für Suchmaschinen optimiert werden. Gut optimierte Seiten tauchen bei den entsprechenden Suchbegriffen weit oben in den Suchmaschinen auf, was natürlich wieder mehr Besucher zur Folge hat. Bei SEO passiert dies auf verschiedenen Wegen:

  • Homepage/Shop - die Seite an sich wird schon so gestaltet, dass die Suchmaschinen sie für interessant befinden. Das bedeutet, die Crawler können eine Struktur erkennen und anhand der Überschriften, Schlagwörter und des Aufbaus erkennen, um was es sich handelt und welche Inhalte geboten werden. Auf diese Weise werden die Seiten kategorisiert und in die Suchergebnisse einsortiert.
  • Spezialsuchmaschinen - mittlerweile gibt es für viele Bereiche eigene »Suchmaschinen«. Die Arztsuchmaschinen, Handwerkersuchen, aber auch schlichte Restaurant- oder Lieferdienste zählen in diesen Bereich. Auch die Einträge auf diesen Seiten müssen vernünftig optimiert sein, um nicht unterzugehen. Durch die Einträge entstehen auch Backlinks, die dem eigentlichen Unternehmen mehr Relevanz verleihen.


SEO erstreckt sich aber noch auf viele weitere Bereiche. Auch Gastbeiträge in Blogs, selbst Posts in den sozialen Netzwerken zählen mitunter in diesen Bereich. Ein Bewerber sollte von den einzelnen Möglichkeiten durchaus schon mal gehört haben und in der Lage sein, Keywords zu benennen und einen Artikel vernünftig zu formatieren. Die Hauptarbeiten übernehmen für viele Kunden zwar immer noch Profiagenturen wie die Blue GmbH, aber Grundwissen schadet hier keinesfalls.

In welchen Berufen kann Online-Marketing wichtig werden?

Marketing klingt für viele Bewerber erst mal so, als dass es nur die Marketingabteilung oder irgendwelche Agenturen betrifft. Diese Annahme ist bereits absolute Ironie, denn ein Bewerber macht auf der Jobsuche nichts anderes, als (Online-)Marketing in eigener Sache. Und auch im Berufsleben spielt die Ausrichtung kaum noch eine Rolle. Sicher, ein Mechatroniker oder ein Dachdecker wird weniger Berührungspunkte mit dem Online-Marketing haben, doch ausgeschlossen ist es nicht. Immerhin wird die Vielseitigkeit von Bewerbern gewünscht. Wer jedoch im Büro arbeiten möchte, der kommt am Online-Marketing so gut wie nicht mehr vorbei:

  • Auftragsbearbeitung - sobald ein Unternehmen einen Onlineshop besitzt und die Mitarbeiter auch für die Produktpflege zuständig sind, müssen sie sich um das Online-Marketing kümmern. Hier treffen überwiegend die SEO-Kriterien zu.
  • Kundenbetreuung - diese findet heute immer stärker online statt. Viele Unternehmen erwarten von ihren Mitarbeitern, dass Kundenanfragen in den sozialen Netzwerken beantwortet werden, aber auch, dass die Facebookseiten mit Inhalten gefüllt werden.
  • Personaler - nicht nur müssen Online-Stellenanzeigen so aufgearbeitet werden, dass sie innerhalb der entsprechenden Jobportale gefunden werden, Personaler müssen mittlerweile auch wissen, wie sie Bewerber recherchieren. Es ist längst gängig, dass Unternehmen Bewerber in den sozialen Netzwerken suchen und dort mal schauen, was diejenige Person im letzten Sommer getan hat.
Es ist davon auszugehen, dass immer mehr Büroberufe automatisch mit dem Marketing verwachsen. Umso stärker die Technik einzelne Arbeitsschritte ersetzen kann, desto eher müssen sich auch Bürokaufleute umstellen und mit anderen Bereichen befassen.

Welche Marketing-Kenntnisse sind zusätzlich hilfreich?

Vermutlich ist kaum ein Vorwissen so wichtig, wie das Wissen um die Stärken und Schwächen der sozialen Netzwerke. Dabei genügt es im Marketing-Bereich nicht, sagen zu können, dass man sich auf Facebook unterhalten kann oder dass Seiten angelegt werden können. Bewerber müssen auch die Hintergründe und die Macht der dortigen Werbung und des Gruppenzwangs verstehen. Wer sich hier einarbeitet, der kann sich einen echten Vorteil verschaffen:

  • Zielgruppen - Bewerber, die gut einschätzen können, welche Zielgruppe einem Betrieb auf Facebook folgt, der kann die Inhalte gleich passend zusammenstellen.
  • Werbeanzeigen - viele Unternehmen schalten Werbung auf Facebook. Damit die jedoch etwas bringt, muss die Zielgruppe bekannt sein. Gleichzeitig muss die Anzeige interessant sein. Wer als Bewerber in diesem Bereich Erfahrung hat, punktet.
  • Kontakt - Unterhaltungen in den sozialen Netzwerken funktionieren anders, als im normalen Leben. Bewerber sollten sich mit dem Umgang auskennen und wissen, wie sie mit Kunden oder Interessenten dort zu reden haben. Es bringt nichts, wenn ein Shop mit trendiger Streetwear für Teenies hingeht und die Zielgruppe rein formell siezt. 
Doch auch das Wissen um YouTube, Twitter und Instagram ist vorteilhaft für Bewerber. Sind sie in der Lage, ein Profil so zu gestalten und mit Leben zu füllen, dass es Follower mit sich bringt, hat das Unternehmen gleich neue Kunden. Für Bewerber bedeutet das aber auch, dass sie selbst ihre Onlinepräsenz im Vorfeld der Bewerbung sortieren müssen. Wer sich hinstellt und behauptet, er kenne Instagram, muss immer damit rechnen, dass nach der eigenen Seite gesucht wird. Wer dies nicht möchte, der muss die eigenen Online-Auftritte auf privat setzen. 

Fazit - Vielseitigkeit ist ein Gewinn

Bewerber brauchen heute nicht mehr konkurrieren, indem sie sich mit dem selbstverständlichen Umgang mit der Textverarbeitung brüskieren. Stattdessen kann heute jeder Bewerber ein wenig zum Marketing-Ass werden und sich auf diese Weise gehen die Konkurrenz durchsetzen. Doch Vorsicht: Wer behauptet, einen Bereich des Online-Marketings zu beherrschen, der sollte dies auch beweisen können.

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