Mit dem richtigen Dresscode durch den Sommer - Dresscode, Mann, Anzug.Mit dem richtigen Dresscode durch den Sommer

Langsam, aber sicher erklimmen die Temperaturen in Deutschland wieder sommerliche Höhen. Die Ankunft der Sommerzeit lässt sich nicht nur am Thermometer ablesen – knappe Röcke, Tank-Tops und Flip-Flops prägen zunehmend das Stadtbild.

Doch der lässige City-Look hat im Büro meist nichts zu suchen – einige Kniffe und Tipps klären darüber auf, welche No-Go‘s zu vermeiden sind und welche Kleidung Berufstätige anziehen können, ohne schiefe Blicke des Vorgesetzten zu riskieren.

Der Dresscode hängt in erster Linie von der Branche sowie von der Firmenkultur des Beschäftigten ab. Diese stellt nur in den seltensten Fällen offizielle Regeln für die angemessene Berufsbekleidung auf – zuletzt sorgte der russische Ölkonzern Rosneft für Schlagzeilen, weil er eine detaillierte Kleiderordnung für seine Angestellten veröffentlichte. So gelten für die Einzelhandelskaufrau in einem angesagten Szeneladen andere Regeln als für den Mitarbeiter in einem großen Versicherungsbetrieb, der Gastronomiekoch in der Kantine orientiert sich an anderen Kriterien als der Jurist.

Die absoluten No-Go‘s – Knigge sei Dank

Dennoch hat sich in Deutschland eine Art Grundkonsens über die absoluten No-Go‘s in Puncto Arbeits-Dresscode herausgebildet – sicherlich nicht unbeeinflusst durch den Schriftsteller Adolph Knigge, seines Zeichens ein großer Freund der Aufklärung, dessen Ideen über den Umgang mit Menschen in zahlreichen Benimmratgebern und Kleidungsvorschriften mündeten.

Dabei gilt die Faustregel für Männer und Frauen gleichermaßen: Zu eng, zu kurz, zu durchsichtig sollte morgens im Kleiderschrank hängen bleiben. So gelten Flip-Flops und kurze Hosen bzw. Röcke in den meisten Berufen als verpönt – und als absolute Karrierekiller. Auch transparente Kleidungsstücke, die viel Haut zeigen, stellen alles andere als die erste Wahl dar.

Bei Frauen sollte der Ausschnitt nicht zu tief sein, grundsätzlich wirkt enganliegende Kleidung zu sexy für den Arbeitsplatz. Wer sich so anzieht, wird häufig nicht ernstgenommen und kann sehr schnell im beruflichen Abseits landen. Bei Unsicherheiten hilft ein Blick auf das Outfit des Vorgesetzten.

Andere Branchen, andere Sitten

Die strengsten Sitten herrschen ohne Zweifel in der Banken- und Versicherungsbranche. Dort legt die Kleidung auch Zeugnis ab von der Höhe der bisher erklimmten Karriereleiter. In der Regel trägt man(n) selbst bei Temperaturen über 30 Grad einen hochwertigen und gutgeschnittenen Anzug mit Krawatte. Das Business-Outfit der Dame besteht aus einem Kostüm oder Hosenanzug mit Bluse.

Abweichungen sind meist nur am Causal Friday gestattet, der gedanklich auf das anstehende Wochenende vorbereiten soll. Dabei kann auch mal die Krawatte im Schrank bleiben. Für heiße Sommertage lohnt sich der Griff zu leichten Sommerstoffen, an den Füßen sind Abweichungen vom klassischen Oxford-Schnitt nur in Ausnahmefällen erlaubt.

In der Kreativbranche ist der Dresscode etwas lockerer. Passend zum Selbstbild junger Agenturinhaber stehen verspielte und locker-lässige Outfits für Kreativität und Erfindungsreichtum. Allerdings sollte sich der Arbeitnehmer nicht zu weit aus dem Fenster lehnen – gerade in größeren Agenturen lässt sich mittlerweile eine Kehrtwende hin zum konservativen Aussehen beobachten. Die wichtigste Regel lautet jedoch nach wie vor: Bei Kundenkontakt unbedingt zum Business-Outfit greifen!

Mit dem richtigen Dresscode durch den Sommer - Gastronomie, Koch, Küche.In der Gastronomiebranche wiederum gelten ganz andere Regeln. Hier ist die Arbeitskleidung völlig unabhängig vom Wetter – schließlich wird sie nach funktionalen Gesichtspunkten ausgewählt oder soll ein einheitliches Erscheinungsbild der Mitarbeiter sicherstellen. So gehören Kochmütze und Zweireiher ebenso zur Berufsbekleidung des Kochs wie der Vorbinden und die Schürze zur Servicekraft. Das hat den großen Vorteil, dass der Dresscode relativ eindeutig ist und keine Fettnäpfchen birgt.

Aussehen erregt Aufsehen

Es hat sich herausgestellt, dass jede Branche ihre eigenen Dresscodes kennt. Mann und Frau sind besser beraten, die jeweiligen Feinheiten zu beherzigen – damit das Aussehen kein Aufsehen erregt. Umgekehrt sorgt der richtige Griff in den Kleiderschrank für ein seriöses Auftreten und bleibt dem Chef positiv in Erinnerung.

 

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