Arbeitsmarkt: Die Finanzbranche braucht mehr Fachkräfte als andere Wirtschaftsbereiche

Arbeitsmarkt: Die Finanzbranche braucht mehr Fachkräfte als andere Wirtschaftsbereiche


Der Fachkräftemangel wird für die deutsche Wirtschaft immer mehr zu einem ernsthaften Problem. Das gilt auch für den Finanzsektor, der unlängst mehr freie Stellen ausgeschrieben hat als andere Branchen.

Finanzberaterinnen und -berater haben deshalb gerade Konjunktur. Bei vielen Finanzdienstleistern ist deshalb ein Quereinstieg einfacher denn je.

Nachfrageplus von zehn Prozent

Im dritten Quartal dieses Jahres haben die Banken, Fintechs und Kreditinstitute mehr als 38.351 Stellen ausgeschrieben – das sind zehn Prozent mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres. Demgegenüber stieg die Zahl der ausgeschriebenen Stellen in der Gesamtwirtschaft im selben Zeitraum um nur drei Prozent. Die Zahlen deuten darauf hin, dass der Fachkräftemangel bei den Finanzdienstleistern eine größere Dynamik besitzt als der in anderen Branchen.

Grundlage für dieses Ergebnis ist eine Untersuchung der Index Gruppe, einem Personalmarktspezialisten. Das Unternehmen wertete für ihre Erhebung 200 Printmedien, 299 Online-Stellenbörsen sowie das Stellenportal der Bundesagentur für Arbeit aus, ebenso wie die Webseiten von etwa 650.000 Unternehmen.

Ruheständler als Ursache für den Fachkräftemangel

Die Ursache für das Ergebnis der Index-Untersuchung ist laut den Experten der Gruppe der demografische Wandel: Immer mehr Mitarbeitende der Finanzbranche verabschieden sich in den Ruhestand.

Deshalb suchen die Arbeitgeber trotz der vielen Filialschließungen händeringend nach neuen Fachkräften. Vor dieser Entwicklung haben bereits die Geschäftsleitungen mehrerer Banken gewarnt, unter anderem die der KfW und der LBBW.

Höchster Personalbedarf in Frankfurt am Main

Die Erhebung der Index Gruppe zeigt auch, wie sich die Suche nach Fachkräften auf Deutschlands Städte verteilt. Bei der Anzahl ausgeschriebener Stellen im dritten Quartal dieses Jahres liegt die Finanzmetropole Frankfurt am Main mit 4.369 Stellen auf dem ersten Platz, gefolgt von der Hauptstadt Berlin mit 3.009 Stellenausschreibungen. München folgt mit 2.155 Personalanzeigen auf dem dritten Rang.

In Düsseldorf sind im selben Zeitraum 1.717 Stellen für Finanzfachkräfte vakant, und Hamburg landet mit 1.518 Stellenannoncen auf Rang Fünf. Stuttgart ist die letzte Stadt, in der mit 1.135 Stellen über tausend Banker gesucht werden. Die Plätze sieben bis zehn im Ranking teilen sich Köln (836 Stellenanzeigen), Nürnberg (662), Hannover (621) und Karlsruhe (434).

Chance für Quereinsteiger

Der Mangel an Fachkräften fordert von den Unternehmen flexible Lösungen beim Recruiting. Das erhöht die Chancen für alle, die den Quereinstieg in die Finanzberatung wagen wollen. Denn Finanzdienstleister wie die Postbank, MLP SE oder tecis suchen für ihre Vertriebsorganisationen Nachwuchskräfte, die sie intern aus- und weiterbilden.

Die Schulungen sind meist flexibel aufgebaut und haben ein festgelegtes Ziel. So wird den Trainees beim Finanzdienstleistungsunternehmen tecis während der ersten Zeit ein erfahrener Coach an die Seite gestellt, ebenso wie ausgewiesene Produktspezialisten. Wer bereits eine Lehre im Banken- oder Versicherungsbereich absolviert hat, kann bei tecis diese ersten Ausbildungsmodule überspringen.

Am Schluss der Schulung steht eine Prüfung als zertifizierte Finanzfachkraft an einer Industrie- und Handelskammer (IHK). Danach sind bei tecis zwei Karrierewege möglich: Entweder erfolgt der Aufbau eines eigenen Teams als „Unternehmer im Unternehmen“ oder eine Laufbahn als Kundenberaterin oder -berater.



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