So bekämpft man Stress am Arbeitsplatz

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Zunächst einmal vorweg: Ein gewisses Maß an Stress und Anspannung im Alltag ist absolut notwendig und gesund. In gewissen Situationen muss der Körper einfach schnell und hochkonzentriert funktionieren. Somit hat Stress auch eine eindeutig positive Wirkung am Arbeitsplatz, welche dafür sorgt, dass wir uns Herausforderungen stellen, Neues lernen und weiterentwickeln können.

Wichtig ist jedoch, dass diese Anspannung nicht über einen andauernden Zeitraum als anstrengend und überfordernd empfunden wird. Unter diesem Umstand kann aus akutem Stress ein chronischer werden und dann drohen dem Betroffenen körperliche Folgen. Wie schnell und wie stark ein Mensch unter Stress leidet, ist dabei von Person zu Person verschieden.

Bei manchen Menschen beginnt der Stress schon, wenn sie die deutschlandweiten Stellenanzeigen durchsuchen und feststellen müssen, dass auf dem Stellenmarkt ihr Job in Stuttgart zum Beispiel angeboten wird, was zig Kilometer von der Heimat entfernt ist.

Erholungsphasen im Office

Allgemein kann man die Grundlage zur Erhaltung unserer Stressresistenz als das Wissen über den eigenen Körper bezeichnen. Was tut mir gut und funktioniert für mich in Sachen Erholung? Das kann einem kein Arzt der Welt vorschreiben.

Im Arbeitsalltag stehen wir häufig unter Anspannung aufgrund verschiedenster Termine. Daher ist es wichtig, die kleinen sich bietenden Freiräume zu nutzen. So könnte man zum Beispiel seinen Arbeitsbeginn mit dem eigenen Biorhythmus in Einklang bringen. Auch eine wichtige Frage: Wie nutze ich längere Pausen zum Abschalten? Ob allein oder in Gesellschaft, muss jeder für sich selbst definieren.

Speziell im Büro-Alltag liegt in der körperlichen Fitness ein nicht zu verachtender Schlüssel zur Balance. Geistige Anspannung und körperliche Verspannung können einander beeinflussen. Zu wenig Flüssigkeitszufuhr oder schweres Essen können ebenfalls die Konzentrationsfähigkeit beeinflussen. Daher jede Möglichkeit zur Bewegung nutzen und Obst und Wasser auf Arbeit bereitstellen, denn auch so kann man Stress vorbeugen.

Dranbleiben zahlt sich aus

Wichtig bei solchen Maßnahmen ist, dass man auch am Ball bleibt und nicht nach einer Woche Obst auf Arbeit wieder zur Schokolade greift. Kleine Erinnerungshelfer können dabei sehr nützlich sein, um die eigenen Verhaltensweisen zu ändern, selbst wenn auf einem Post-It nur „Pause“ steht oder ein Wecker uns an unsere Entspannung erinnern muss. Vielen Menschen hilft es zu entspannen, wenn sie sich mit Kollegen zusammentun. Die „Kippenpause“ ist mit ein wenig Smalltalk kombiniert eine gute Möglichkeit zur kurzen Erholung.

Um das eigene Handlungsmuster nachhaltig zu ändern braucht es Zeit und Disziplin. Wer von heute auf morgen versucht alles zu verändern und produktiver zu werden, der setzt sich wieder unter Druck und Stress, was dazu führt, dass die Fähigkeit zur Änderung der Gewohnheiten blockiert wird. Unter Stress denken und handeln Menschen nicht mehr so zielgerichtet und Stresshormone sorgen dann dafür, dass wir in alte Routinen zurückfallen, ohne darüber nachzudenken.

Erzwingen lassen sich Entspannung und Erholung nicht - ganz im Gegenteil. Damit wir sie wirklich erreichen, müssen wir uns auch von der Erwartungshaltung verabschieden, sie durch pure Motivation und Willenskraft in den Alltag zu integrieren. Denn unter dieser Vorrausetzung wäre auch die Entspannung nichts weiter als ein stressiger Punkt auf der To-do-Liste mehr.



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